Hallo liebe Blogleser,

ich freue mich, dass ihr meinen Blog lest und euch dafür interessiert, was ich zu schreiben habe. Ich schreibe hier meine Gedanken und Erlebnisse nieder.

Den heutigen Eintrag meines Blogs möchte ich meinem Familienleben widmen.

Familienleben

Seit der Geburt unserer Tochter vor 29 Monaten hat sich einiges für mich und meine Frau geändert. Unser Kind steht für uns beide an erster Stelle. Alles dreht sich um unseren kleinen Schatz. Sie ist unser ganzer Stolz und wir sind froh, dass sie unser Familienleben so sehr bereichert. Sie bringt uns jeden Tag zum Lachen. Und ich liebe die Zeit, mit der ich abends mit ihr Scherze und sie kitzle. Sie lacht vom Herzen und das steckt wirklich an. Wir kullern dann beide am Boden und lachen. Meine Frau hört das in der Küche, während sie das Abendessen zubereitet und lächelt vor sich hin. Oftmals betätigt sie unsere neue Pastamaschine. Diese haben wir uns vor 6 Monaten zugelegt, weil wir nun anfangen möchten mehr Dinge selbst zuzubereiten. Die Kleine liebt Nudeln und wir auch. Deswegen machen wir nun die Nudeln für die Nudelsuppe, die Lasagne und die Nudeln mit Soße selbst. Und unseren Nachbarn geben wir auch welche davon ab.

Zurück zu meiner Frau: Sie hat mir gesagt, dass sie so glücklich ist, dass ich als Vater mit meiner Tochter intensiv Zeit verbringe. Anscheinend verbringen viele Väter keine Zeit mit ihren Töchtern. Für mich wäre das undenkbar. Sie ist doch ein Teil von mir und mein Fleisch und Blut. Ich kann aber natürlich Väter verstehen, die erschöpft von ihrem 10 Stunden Job nach Hause kommen und dann eine fordernde Tochter vor sich sehen, die die ganze Aufmerksamkeit des Vaters fordert. Und die Väter wollen meist einfach nur ihre Ruhe und sind erschöpft. Die Mütter sind froh, dass endlich die Ablöse nach Hause kommt. Und wenn dann, der Mann nicht mit dem Kind Zeit verbringen möchte, kann ich die Frustration bei Mutter und Kind spüren und verstehen. Ein Kind kann die alten Gewohnheiten über Bord werfen. Wenn es früher vielleicht in Ordnung wahr, dass der Mann nach der Arbeit erst eine Stunde für sich hatte, so kann er dies nach der Geburt höchstwahrscheinlich nicht mehr haben. Denn ein Kind möchte Liebe und Aufmerksamkeit. Und ein Kind ist das Beste was uns in unserem Leben passieren kann. Es verdient unsere totale Liebe und Aufmerksamkeit. Und da Kinder sehr anstrengend und fordernd sein können, sollten wir Männer auch Verständnis haben, dass die Mütter eine kleine Auszeit von ihrem Kind brauchen und ihnen die Kinder abnehmen. Wir sollten die Verantwortung als Mann und Vater wahrnehmen und übernehmen. Wir sind es unseren Kindern und unseren Frauen schuldig.

Kinder brauchen viel Zeit. Wir haben kaum mehr Zeit alleine als Paar. Ich gebe zu das, dass für mich eine sehr gravierende Veränderung war. Und am Anfang war ich wirklich leicht beleidigt, dass dieses Würmchen für meine Frau an Stelle eins stand. Nach und nach habe ich verstanden, warum. Sie war die wichtigste Bezugsperson für meine Kleine. Sie stillte sie und die Kleine brauchte sie. Meine Frau war Tag und Nacht für unsere Clara da und ihr Ansprechpartner. Ein wir als Paar gab es in der Anfangszeit überhaupt nicht. Sogar das Bett wurde mit unserer Tochter geteilt. Mittlerweile hat sie ein eigenes Bett und sie ist selbstständiger. So kann ich wieder Händchenhaltend durch die Gegend spazieren, sie innig umarmen und mit ihr alleine in unserem Bett schlafen.

Ja unsere Klara, hat unsere Aktivitäten schon sehr eingeschränkt beziehungsweise bestimmt diese. Nicht mehr alle Sachen konnten wir machen. Wir haben halt dann mehr Spaziergänge und Radtouren gemacht. Mittlerweile liebe ich die Radtouren um den Starnberger See mit meiner Familie. Manchmal fahren sogar unsere Großeltern mit uns mit. Sie sind beide 60 Jahre alt und wohnen auf der anderen Seeseite. Wir fahren also die Hälfte zu ihnen und besuchen sie. Die Großeltern mütterlicherseits sind noch sehr fit und sportlich. Und können auch mit dem Rad mit unserer Geschwindigkeit mithalten. Meine Eltern sind leider zwei Wochen nach der Geburt von Klara bei einem Autounfall verstorben. Dies hat meine Frau sehr getroffen. So sehr, dass gleich einen Tag nach dieser Nachricht plötzlich eine Brustentzündung sie hatte und das Stillen zum Problem wurde. Wir hatten Angst, dass Klara uns verdurstet und sind deswegen wieder ins Krankenhaus gefahren. Meine Frau blieb dann mit Klara noch einmal zwei Tage dort, bis sich die Entzündung verbesserte. Ich organisierte in der Zwischenzeit mit meinem Bruder organisierte ich die Beerdigung. Meine Frau hat der unerwartete Tod ihrer Schwiegereltern sehr mitgenommen. Klara hat diesen Verlust intensiv gespürt und wollte wochenlang nicht mehr von meiner Frau weg und nur noch sie durfte sie tragen. Meine Frau konnte Klara nicht mehr auf den Boden oder in die Wippe legen und trug sie ständig auf dem Arm mit sich herum. Selbst beim Schlafen wollte Klara bei ihr auf dem Bauch schlafen. Sie brauchte es damals den Herzschlag meiner Frau zu hören. Das war eine sehr schwere und belastende Zeit. Sie hat uns als Familie jedoch zusammen geschweißt. Manchmal braucht es solche schlimmen Zeiten, um gestärkt daraus hervor zu gehen.

Ich bin froh, dass ich tolle Fotos meiner Kleinen gemacht habe. Diese Babyfotos der ersten Lebenstage von Klara geben mir Kraft weiter zu machen und bestärken mich in meinem Tun. Sie geben mir das Gefühl einer tollen Familie. Ich erinnere mich gerne an die ersten Momente mit meiner Tochter Klara. Meine Frau und ich waren so überglücklich und wir waren so im Moment, dass wir um uns herum nichts mehr wahrnahmen. Wir sahen nur unser kleinen Schatz vor uns und strahlten voller Glück. Diese Momente sind es, die das Leben so lebenswert machen.

 

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