Liebe Blogleser,

heute möchte ich euch von unserer Reise nach Spanien erzählen. Wer von euch war schon einmal in Spanien?

Wer von euch, war mit Kindern in Spanien?

Im Mai waren wir zum ersten Mal mit unserer 29 Monate alten Klara in Spanien, in Palma de Mallorca.

Mallorca

Unsere Reise war eigentlich als Strand- und Badeurlaub in einem Clubhotel mit Anreise per Flugzeug und Charterbus geplant. Aber dann haben uns Nachbarn von ihrem wunderbaren Campingurlaub in Katalonien erzählt, weshalb wir uns dazu entschlossen haben, uns einen Campingbus zu mieten und damit Mallorca zu erkunden.

Meine Frau war zunächst skeptisch wegen der langen Anfahrtszeit zur und mit der Fähre sowie bezüglich des Komforts und der Sicherheit mit dem Camper. Bisher hatten wir immer nur in Hotels übernachtet. Aber wir wollten einmal etwas Neues ausprobieren und so ließ sich meine Frau auf das Abenteuer ein.

Der Campingbus war schnell gemietet. Er kostete uns 1200 Euro für zwei Wochen. Am Vortag der Abfahrt haben wir den Bus beladen mit ausreichend Wasser,  Nahrungsmitteln und unserem Gepäck. 

Um die lange Anfahrt für Klara erträglicher zu gestalten und um Staus zu umgehen, beschlossen wir uns, über Nacht loszufahren. Die Fahrt dauerte sehr lange. Deswegen legten wir immer wieder Pausen ein, damit sich alle die Füße vertreten und sich bewegen konnten. Die Fahrt mit der Fähre war für Klara etwas ganz Besonderes. Sie hatte ganz große Augen und sich alles genau angesehen. Durch ihr Verhalten wurde mir wieder bewusst wie wunderbar und aufregend doch die Welt ist.

Unser erster Campingplatz war ein Bauernhof. Der Bauer empfing uns mit großer Gastfreundschaft. Zum Abendessen gab es Tapas und hausgemachtes Brot zusammen mit der Familie des Gastgebers. Die Spanier lieben Kinder. Klara wurde von allen sehr gut behandelt und durfte unbekümmert auf dem Gelände und im Haus herumlaufen. Uns gefiel es, wie sehr die Kinder sie gleich in Empfang nahmen und ihr die Tiere zeigten. Besonders schön war, dass der Bauer gerade Kälber und Kücken hatte. Klara hatte Freude daran, die Tiere zu beobachten.

Ein sehr interessanter Campingplatz befindet sich im Norden der Insel. Dort kann man auf einem Hochplateau in der Nähe eines Restaurants campen. Die Fahrt in die Berge gestaltet sich allerdings etwas schwierig, wenn das Fahrzeug nicht über Allrad verfügt. Die „Straßen“, welche oft eher Steinpfaden gleichen, sind gerade einmal so breit, dass nur ein Fahrzeug darauf fahren kann, sie werden aber von beiden Richtungen herkommend befahren. Nur in den Kurven bietet sich genug Platz, um ein von oben kommendes Fahrzeug vorbeizulassen. Das war oft sehr abenteuerlich. Aber die Spanier waren immer sehr geduldig und freundlich. Einmal sind wir beim Ausweichen zu sehr in den Graben gefahren, sodass wir alleine nicht mehr herausfahren konnten. Ein netter Spanier zog uns dann mit seinem Pickup Kran auf seinem roten und nagelneuen Pickup heraus. Er freute sich uns helfen zu können und erzählte, dass wir der erste Einsatz von seinen Pickup Kran erleben durften. Wie nett doch die Spanier sind. Erstaunlich. Gegessen haben wir meist im Camper, auf den Campingplätzen oder unterwegs in Restaurants. Klara bekam auch ihre gewohnten Zwischenmahlzeiten.

Da meine Frau und ich sehr gerne wandern gehen, haben wir oft Campingplätze ausgewählt, die in der Nähe von Wanderrouten lagen. Manche Campingplätze waren sehr einfach eingerichtet, aber es gab auch so manche Überraschung, wo sogar ein Pool, Kinderbetreuung und sportliche Aktivitäten geboten waren. Das Campen in der freien Natur ist auf Mallorca nicht erlaubt. Wenn man sich gerne in der Nähe vom Meer aufhält und lieber für sich bleibt, bietet sich die Ostküste als Lagerplatz an. Dort gibt es viele ruhige, kleine Dörfer, die direkt am Meer liegen. In der Gegend um Palma de Mallorca findet man eher kommerzielle Reiseziele und Campingplätze.

In dem Urlaub machte ich natürlich auch zahlreiche Fotos. Meine Leidenschaft zur Fotografie konnte ich in diesem wunderschönen Urlaubsort hervorragend ausleben.

Viele unserer Freunde, Bekannten und Familie hatten zunächst Bedenken wegen der starken Sonneneinstrahlung. Tatsächlich aber ist die Sonne im Mai noch nicht so stark wie in den Monaten Juni bis August. Dennoch sollte man auf jeden Fall auf einen ausreichenden Lichtschutzfaktor achten, wenn man im Mai nach Mallorca fährt. Für Klara hatten wir eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 eingepackt und setzten sie nicht der Mittagshitze aus. Klara hatte keinen Sonnenbrand bekommen. Dafür aber hatte ich einen sehr schmerzhaften. Die Wassertemperatur ist im Mai noch nicht so hoch wie im Hochsommer, aber dennoch schon angenehm. Allerdings sollte man an ausreichend trockene Handtücher denken, da im Mai der Wind noch etwas frischer ist als im Hochsommer. Klara liebte das Meer. Immer wenn eine Welle kam und sie mitgerissen wurde, lachte sie aus vollem Herzen heraus. Für sie war das Wellen hüpfen ein tolles Spiel. Auch spielte sie sehr gerne mit ihren Eimer im Wasser und mit dem Sand. Sie füllte Sand oder Wasser ein und kippte es wieder aus. Wir konnten ihr stundenlang dabei zusehen, wie sie in ihrem Spiel aufging.

Das Wichtigste Utensil, welches man beim Campen dabeihaben sollte, ist ausreichend Wasser. Auf Mallorca gibt es keine Süßwasserflüsse, aus denen Trinkwasser für die Bevölkerung gewonnen werden könnte. Daher wird Wasser immer vom Festland angeliefert. Dies ist ein Punkt, der etwas negativ auf unsere Bilanz fällt, da wir Plastikmüll gerne weitestgehend vermeiden wollten.

Und mittags: Siesta halten! Viele Läden haben dann geschlossen.

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