Liebe Blogleser,

seit meinem ersten Beitrag ist eine Menge Zeit vergangen. Bei meinem ersten Beitrag habe ich mich kurz vorgestellt. Unsere Klara war damals 29 Monate alt.

Von unseren kleinen Maus Klara möchte euch heute etwas erzählen.

Sie ist noch nicht mal zweieinhalb Jahre am Leben und Teil unserer Familie. Und doch haben wir unser Leben komplett verändert. Sie hat uns verändert. Wir haben uns als Familie verändert. Zum Positiven. Durch Sie haben meine Frau und ich einen anderen Blick auf die Dinge des Lebens bekommen. Sie hat unseren Fokus auf die Dinge gelenkt, die wirklich wichtig sind: Familie, Liebe, Freude, gemeinsames Lachen, Beziehungen, gemeinsame Zeit. Durch sie hat meine Frau erkannt, dass Beruf und Geld verdienen nicht alles ist. Sie hat erkannt, dass sie in der Mutter Rolle ganz aufgeht. Durch unseren kleinen Schatz wurde uns bewusst, dass Liebe nicht käuflich ist. Ein kleiner Mensch wie unsere Klara braucht noch kein Geld oder materielle Besitztümer. Was ein Baby braucht, ist ein Mensch, der es liebt und für ihn da ist. Diese erste Bezugsperson ist für das Kind so ausschlaggebend. Bei uns war die erste Bezugsperson die Mutter, wie in den allermeisten Fällen. Und jetzt ist sie in ein paar Tagen bald 31 Monate alt. Die Zeit vergeht so schnell. Ich habe mich erst heute daran zurückerinnert, wie ich heute vor drei Jahren mit meiner Frau im Musical „König der Löwen“ in Hamburg war –  und es noch keine Klara gab. Und heute spricht unsere Kleine schon fünf-Wörter-Sätze und kombiniert Wörter sinnvoll miteinander. Wir sind wirklich sehr stolz auf unsere Tochter und ihre Entwicklung. Ihr erstes Wort war „ja“ und ihr erster zwei Wörter Satz war „Hund haben“.

Ihr Charakter ist nun auch schon sehr gut erkennbar. Sie hat einen sehr ausgeprägten Willen – und das liegt nicht an irgendeiner Trotzphase. Sie weiß sehr genau, was sie möchte und was nicht und fordert das auch ein. Letzte Woche war ich beispielsweise im Hof Auto waschen. Klara kam mit meiner Frau aus dem Haus. Sie wollte mir bei der Arbeit zusehen. Als sie bei mir war, wollte sie mir allerdings nicht nur zusehen, sondern auch die Autopoliermaschine , die ich gerade benutzte auch bedienen. Ich finde es erstaunlich mit wie viel Neugier die kleinen Menschlein sich an neue Herausforderungen und Gegenstände wagen. Sie wollen alles ausprobieren. Wir als Erwachsene reden uns immer ein irgendwas nicht zu können und wagen viele Dinge aus Angst nicht. Doch sind wir doch mal ehrlich, warum machen wir das? Wir beschränken uns dadurch nur selbst. Durch den Wunsch meiner Tochter die Autopoliermaschine in der Hand zu halten wurde mir wieder bewusst, wie sehr ich mich von meinen Ängsten steuern lasse oder irgendwelchen Vorurteilen recht gebe. Meine Klara wollte die Autopoliermaschine halten und ich habe ihr die Maschine halten lassen. Was ist denn schon dabei? Ich möchte schließlich nicht, dass Klara von Anfang an in Stereotypen denkt.

Klettern

Doch auch ihre beweglichen Fähigkeiten sind drastisch gestiegen auf die zwei Monate. Sie klettert überall hinauf. Sie liebt das Klettern. So klettert sie nun alleine in ihrem Hochstuhl und es ist nicht mehr nötig sie in den Stuhl zu heben. Das Programm in der Kinderkrippe ist ebenfalls sehr förderlich für ihre körperliche Ertüchtigung. So hat unsere Kinderkrippe einen eigenen Bewegungsraum. Dort powern sich die Kinder körperlich und geistig aus. Denn jede neue Bewegung fördert auch gleichzeitig die geistige Entwicklung. Ich bin froh, dass unsere Kinderkrippe immer wieder mal mit uns Gespräche über die Entwicklung von Klara führt. So wissen wir, wie wir sie noch besser fördern können.

Die Entwicklungsschritte von Klara habe ich alle fotografiert. Leider können die ersten Wörter nicht auf Foto festgehalten werden. Und in solchen Momenten, in denen irgendetwas zum ersten Mal passiert und gemacht wird, habe ich meistens auch keine Kamera zur Hand. Leider.

Die letzte Erkältung Anfang November hat Klara allerdings in ihrer Entwicklung etwas zurückgeworfen. So hat sie wieder angefangen ins Bett zu nässen und vermehrt in die Hose zu machen. Dies war während der Krankheit so eine Phase. Nun ist diese allerdings wieder vorbei und sie hat danach einen gravierenden Entwicklungsschub gemacht. Sie sagt nun Sätze wie „Mama alles gut“, wenn Mama heult oder traurig ist. Oder sie antwortet „Mama, du auch in meinem“, wenn meine Frau sagt: „Klara du bist in meinem Herzen.“

Wie fad unser Leben doch ohne unsere Klara war. Sie ist das Beste was uns passieren konnte. Wir lieben sie.

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